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Große Impflücken bei Jugendlichen

Laut Untersuchungen in NRW und Sachsen-Anhalt ist eine große Anzahl von Jugendlichen nicht ausreichend geimpft. Zwar waren 83 % der untersuchten Jugendlichen grundimmunisiert, jedoch mangelte es an den Auffrischungsimpfungen, die bis zum 18. Lebensjahr empfohlen werden.
Laut der Studie waren 75 % der Jugendlichen altersgerecht gegen Tetanus und Diphtherie geimpft, jedoch hatten zum Beispiel lediglich 50 % der 15- bis 18-jährigen Mädchen eine HPV-Impfung erhalten, mit welcher das Risiko insbesondere für Gebärmutterhalskrebs verringert werden soll.
Sehr positiv waren die Ergebnisse im Bezug auf die Masernimpfung, denn 90 % der Jugendlichen waren ausreichend gegen diese Erkrankung geimpft.
Die am Berufskolleg in Essen durchgeführte Studie ergab, dass 78 % der Schüler/innen auch hier ebenfalls akuten Impfbedarf gegen Krankheiten wie Pertussis, Diphtherie, Tetanus und HPV aufwiesen.
Als Erklärung für diese mangelnden Impfungen gaben Jugendliche Impfskepsis und Angst vor Nebenwirkungen an. Ausschlaggebend war jedoch ein Mangel an Recall-Systemen und Vor-Ort-Impfangeboten.

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